Tourberichte


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BodenseeRundum vom 03. bis 06.08.2018

Nachdem die für den Schweizerischen Nationalfeiertag am 01. August vorgesehene Lampionfahrt nach Gottlieben unwetterbedingt ausgefallen ist, sind die Wetterbedingungen für unsere Rudertour Bodensee rund nahezu perfekt, Hochsommerwetter, Sonne pur, nur ist es alle Tage viel zu heiß, um 30 bis 35 °C.

Unser Kirchboot Kadima bietet 8 Ruderplätze, Steuerplatz und einen Platz im Ausguck für unsere 11-köpfige internationale Crew mit Landdienst. Wir starten am Freitag und rudern entlang des 273 km langen Bodenseeufers durch Deutschland, die Schweiz und Österreich.

Am ersten Tag durchqueren wir den Untersee und den Rhein mit Kaffeepause im Schweizerischen Gottlieben mit Blick auf Konstanz und Mittagspause im Güttingen mit Fitnessteller unter Platanen. Erna bietet uns nach der Mittagspause an Bord eine tolle Show-Tanzeinlage.

Zum Glück haben wir mit Heinz ein ortskundiges Crewmitglied, so dass wir beim Passieren von Romanshorn lernen, dass es noch 7 km nach Arbon bzw. 5 km zu unserem Tagesziel sind, wenn die beiden Kirchtürme optisch in Deckung sind. Kurz vorm Hitzschlag baden wir genüsslich vom Boot aus. Wir haben uns im Strohhotel Frasnacht für die Zimmer ohne Stroh entschieden und flanieren zum Abendessen im Strandbad Arbon wieder unter Bäumen. Die Aussicht vom Bistro Turm Arbon mit Bar fällt allerdings Sommerferien-bedingt aus.

Auch am Sonnabend animiert uns Norbert beim Rudern mit Seemannsliedern aus seinem Repertoire von 48 Titeln von La Paloma bis zur Fischerin vom Bodensee und Jimi muss auch noch ran. Großartig. Nach Bregenz passieren wir Schweizer Orte mit erstaunlich vielen Hochhäusern und den Flughafen Altenrhein mit viel Flugbetrieb. Mittagessen gibts im Seerestaurant Glashaus in Höchst/Österreich. Die Rheinmündung verfärbt das Wasser sandig-braun. Im Tagesziel Ruderclub Lindau gibts erfrischende Weinschorle und im BodenSeeHotel Lindau nur eine kurze Dusche, ziemlich zwecklos allerdings, wir schwitzen gleich wieder, dabei müssen wir noch zurück nach Bregenz rudern zum Abendessen unterm Zeltdach im ausgebuchten Wirtshaus am See, wo das Personal rotiert und sich Schlangen vor dem Damenklo bilden. Als absolutes highlight besuchen wir die Oper Carmen mit den Wiener Philharmonikern auf der größten Seebühne der Welt, James Bond war da schon in Ein Quantum Trost. An diesem Sommerabend betört Carmens Schicksal und das spektakuläre Bühnenbild (beim Vorbeirudern von der Rückseite nüchtern wie ein Hochhaus-Rohbau) besticht mit seiner immensen Dimension und Carmens völlig natürlich wirkendem tätowiertem Arm mit glimmender Zigarette in der Hand. Norbert ahmt das dann auf der nächtlichen Ruderfahrt zurück nach Lindau – zweites highlight an diesem Abend- wer rudert schon nachts über den Bodensee? – in Schlips und Kragen mit seiner genüsslich gepafften Zigarre nach, während wir vorsichtshalber zwei Rundum-Lichter zeigen. Links voraus liegt die spektakulär beleuchtete Insel von Lindau, ansonsten ist es ziemlich duster. Der Ruderclub feiert Sommerfest, so dass auch zu später Stunde die Cocktailbar noch geöffnet ist.

Seebühne Bregenz 2018, Carmen

Am Sonntag steht die vorletzte Etappe nach Friedrichshafen an, wo der event Kultur Ufer mit Livemusik, Kunst und mehr aufwartet und wir am See das Mittagessen genießen. Der Zeppelin dreht währenddessen wie jeden Tag seine Runden.

Die lange Strecke bis Überlingen wird mit Pause beim Italiener zurückgelegt.

Während Maggie mit Grandezza steuert, fliegt ihr Sonnenschirm weg und wird mit Schirm-über-Bord-Manöver wieder eingefangen. Eine erfrischende Badepause wird zum täglichen wohlverdientem Genuss. In Überlingen ist das Hotel zur Rose mit äußerst freundlicher Chefin ein Geheimtipp. Rotwein und Rosé weckt die Lebensgeister wieder und am Montag Morgen gibt das wunderbar kreative Frühstück draußen vorm Hotel Kraft für die letzte Etappe bis Radolfzell, vorbei am Pfahlbaumuseum Unteruhldingen und der Birnau inmitten von Weinbergen. Mittagspause im Restaurant Stromeyer Die Bleiche, einem hoch herrschaftlich restaurierten früheren Industriestandort mit Biergarten in Konstanz, von wo aus die markanten Seezeichen uns entlang des Rheins zurück geleiten.

Bei der letzten Badepause im Untersee zeigt uns Claudia noch mal, wie man allein wieder ins Boot kommt und wir schaffen es – im Gegensatz zu den Vortagen, wo es sich ziemlich ungelenk gestaltete – alle ohne Fremdhilfe.

Am Montag landen wir um 15.35 in Radolfzell an. Letztes highlight Boot putzen, Annette bringt kalte Getränke und wir nehmen noch einen Drink im Strandbad. Abschied bis zum nächsten Mal.

Danke für die tolle Tour!

VERÖFFENTLICHT VON UNTER Allgemein AM 27. Januar 2019

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